Roman Aranin, Erfinder, Unternehmer, Aktivist, Geschäftsführer der Fabrik für Sonderausstattungen für Menschen mit Behinderungen „Observer“, Kaliningrad, Russland
Roman wurde in der Region Saratov geboren. Er ist der Leiter der Kaliningrader öffentlichen Organisation für Menschen mit Behinderungen „Kovcheg“ („Arche“). Als professioneller Pilot und pensionierter Militärangehöriger sowie aufgrund seiner Leidenschaft für Flugmaschinen wurde er „Flugzeugmann“ genannt.
2014 wurde er einer der Gewinner des russischen nationalen Wettbewerbs „Sozialer Unternehmer“. Herr Aranin gründete das erste russische Unternehmen, das Sonderausstattungen für Menschen mit Behinderungen herstellt. Zuvor wurden fast alle Elektrorollstühle, von ausgefeilteren Produkten ganz zu schweigen, importiert und waren für Menschen mit Behinderungen schlicht unerschwinglich.
„Die Entscheidung kam zufällig“, erinnert sich Roman in seinem Interview für das Magazin „Geheimnisse der Firma“, „es gab nicht einmal den Gedanken, etwas zum Verkauf herzustellen!“ Er war mit einem Rollstuhl auf dem Weg zum Meer. Der Abstieg war steil. Und Roman stürzte, wobei er sich fast die Nase brach. Beim Fahren eines Rollstuhls verschiebt sich der Schwerpunkt, und die gelähmte Person fällt, erklärt Roman.
Zunächst bestellte er sich einen Rollstuhl aus einer Fabrik in Taiwan. Als dann ein Video seines High-Tech-Rollstuhls im Internet auftauchte und Anfragen von potenziellen Kunden einströmten, entschied er sich, ein eigenes Unternehmen zur Herstellung und zum Verkauf von Rollstühlen zu gründen.
Es war ein völlig neues Thema in Russland, sodass er von Grund auf neu beginnen musste. Laut Aranin ist sein Geschäft stark vom Staat abhängig, der Menschen mit Behinderungen Mittel für den Kauf eines Rollstuhls bereitstellt. Mit aktiver Unterstützung des Staates stiegen die Verkaufszahlen. Auch die Behörden der Region Kaliningrad unterstützen Aranins Geschäfts- und Sozialprojekt.
2012 gründete Aranin zusammen mit einigen anderen Aktivisten die Sozialinitiative „Kovcheg“, eine öffentliche Organisation für Menschen mit Behinderungen, die er bis heute leitet. Seit 3 Jahren ist er Mitglied des Generalrats unter dem Bürgermeister von Kaliningrad.




